Vom 20.-25. Oktober 2015 fanden in Limoges (Frankreich) die diesjährigen Weltmeisterschaften der Florett-, Degen- und Säbelfechter statt. Aus Hamburg starteten Petra Both, Olaf Ziebell, Dmitri Prudovski (alle ETV) und Friederike Janshen (TSG Bergedorf) in den Säbel-Wettbewerben.

Friederike Janshen gelang im Damensäbel der Sprung aufs Treppchen. Sie freute sich sehr über den Gewinn der Bronzemedaille. Nach einer gelungenen Vorrunde traf sie in der ersten Direktausscheidung auf die Spanierin Martin, die sie souverän mit 10:1.Treffern besiegte. Im zweiten Gefecht gegen Michele Narey aus Großbrittanien gewann sie 10:6.Das Gefecht um den Einzug ins Halbfinale gegen die Australierin Min Yi Du ging 10:2 für Friederike Janshen aus. Im Halbfinale gegen die Italienerin Gabriella Lionetti musste sie sich dann geschlagen geben. Am Ende war es die Bronzemedaille für Friederike. Die Amerikanerin Lydia Mazorol gewann den Wettbewerb in der Kategorie 50+ vor Gabriella Lionetti.

Die ETVerin Petra Both hatte eine schwierige Vorrunde mit zwei der späteren Medaillengewinnerinnen. Sie kam dann in der Direktausscheidung immer besser in Form, steigerte sich und verpasste knapp den Einzug in die Vorendrunde.

Im Teamwettbewerb Damensäbel erfocht das deutsche Team mit Friederike Janshen, Karin Jansen, Brigitte Greunke, Annegret Hamann, Birgit Noll und Viola Richter den hervorragenden 2. Platz und war somit Vize-Weltmeister. Ein großer Erfolg! In der Vorrunde wurde gegen Frankreich unglücklich verloren mit 30:28, gegen GBR sicher gewonnen, gegen Japan gab es auch einen Sieg. Beim anschließenden Kampf gegen die USA war das deutsche Team 18:25 im Rückstand, dann gewann Friederike als Schlussfechterin 30:29 gegen die Weltmeisterin Mazerol. Das bedeutete den Einzug ins Finale um Platz 1. Hier führte zunächst das deutsche Team, am Ende gewannen die Amerikanerinnen dann 30:24.

Im Herren-Säbel startete Dmitri Prudovski mit Bravour in der Vorrunde. Er gewann alle Gefechte klar. Zur Belohnung gab es ein Freilos für den Fechter des ETV. In der anschließenden Direktausscheidung traf er dann auf den auf den Belgier Goedfroid Bottechia, der ihm überhaupt nicht lag. Er versuchte alles, kämpfte, stellte seine Taktik um. Der Sieg ging an den Belgier.

Olaf Ziebell hatte in der Vorrunde eine schlechte Phase mit 1 Sieg und 5 Niederlagen. Danach steigerte er sich und gewann 10:6 gegen Christian van Haselen (Niederlande) und knapp 10:9 gegen den Franzosen Jerome Poupart. Das nächste Gefecht ging gegen Barry Coulter aus GBR, das er 10:7 gewann. Die vierte Direktausscheidung verlor Olaf gegen den späteren Vizeweltmeister Val Kizik aus den USA knapp 9:10. Damit kam er auf den 8. Platz und war bester Deutscher.

Die Herrensäbel-Mannschaft verlor den ersten Kampf gegen die USA 30:19, gewann gegen die Briten 30;27,  der dritte Teamwettkampf gegen die Ungarn wurde eindeutig 30:12 gewonnen. Die erste Direktausscheidung gegen die Niederlande endete mit einem Sieg 30:17, der Kampf gegen die Franzosen wurde mit 30:27 gewonnen.Danach bestritten die Deutschen das Finale gegen die favorisierte Mannschaft der USA. In den ersten fünf Gefechten kassierten die Deutschen Niederlagen und die USA baute einen Vorsprung von 9 Treffern aus. Schlussfechter Olaf Ziebell brachte die Arena zum Kochen, als er den Rückstand aufholte und unglaubliche 10 Treffer in Folge gegen William Becker (USA) erzielte. Somit stand es dann 27:27. Seine sensationelle Serie hielt jedoch nicht und die Amerikaner siegten schließlich mit 30:28. Über die Silbermedaille freuten sich Bernd Brock, Olaf Ziebell, Helmut Helfricht, Wilfried Schneider, Hanns Prechtl und Wolf Nettingsmeyer.

Die sehr gut organisierte Weltmeisterschaft in Limoges war ein großer Erfolg für das Team des Deutschen Fechter-Bundes.

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